Sprachliche Heterogenität und individuelle Lernunterstützung
Über die Relevanz des Fachwissens und des fachdidaktischen Wissens im mehrsprachigen Kontext
Abstract
Sprache ist in allen Fächern Medium und Lerngegenstand zugleich. Sie besitzt somit eine herausragende Rolle (vgl. Grießhaber 2014). Schulklassen setzen sich in der Regel (und zunehmend) aus Schüler/-innen mit heterogenen schrift(sprach)lichen Voraussetzungen zusammen (vgl. Seipp 2012). Zum Umgang mit Heterogenität konzentrieren sich die Ansätze der Pädagogik vor allem auf die interkulturelle Kompetenz (vgl. Michalak 2010). Auch wenn sie zweifelsohne eine tragende Säule im Umgang mit Heterogenität darstellt, brauchen Lehrer/-innen für die Förderung von schrift(sprach)lichen Kompetenzen grundsätzlich fundierte linguistische Kenntnisse (vgl. Michalak 2010, Seipp 2012, Corvacho del Toro 2013, Löffler 2014), die ihnen erlauben, Lernstände einzuschätzen und ein passendes Lernangebot zu formulieren (vgl. Corvacho del Toro 2013, 2014).
Für den Kontext der Lehrer/-innenbildung im Bereich DaZ gibt es sehr wenige theoretische und/oder empirische Grundlagen (vgl. Lütke/Petersen 2014, 8). Der vorliegende Beitrag beschreibt ausgehend von der für den Rechtschreiberwerb spezifizierten Modellierung von Wissensfacetten fachwissenschaftliche und fachdidaktische Inhalte (vgl. Corvacho del Toro 2013), die innerhalb der universitären Lehrer/-innenausbildung vermittelt werden sollten, um (angehende) Lehrer/-innen zu befähigen, einen konstruktiven Umgang mit schrift(sprach)licher Heterogenität zu pflegen und einen kompetenzorientierten adaptiven Rechtschreibunterricht zu gestalten.
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