Sprachliches Lehrerhandeln als Bestandteil der professionellen Kompetenz von Lehrerinnen und Lehrern – Konturen eines wenig beachteten Forschungsfeldes
Abstract
Im vorliegenden Beitrag wird das in der bisherigen deutschdidaktischen Lehrerforschung vernachlässigte Forschungsfeld des genuin sprachlichen Lehrerhandelns fokussiert, theoretisch begründet und anhand von exemplarischen Daten empirisch illustriert. Unter Rückgriff auf interaktionsfokussierte Erst- und Zweitspracherwerbstheorien sollen Aspekte der an die Schülerinnen und Schüler gerichteten Sprache (SgS) (vgl. Kleinschmidt 2015) in den Blick genommen werden, die einen potentiell positiven Einfluss auf den schülerseitigen Erwerb der Bildungssprache haben können. Solchermaßen potentiell spracherwerbsförderliche Aspekte der Lehrersprache können als Bestandteil der „professionellen Handlungskompetenz“ (Bau-mert/Kunter 2006, 469) von Lehrkräften interpretiert werden. In sieben Unterkapiteln werden die Fragestellungen nach der Beschaffenheit, Adaptivität und Interaktionalität der SgS, nach der SgS als Expertisephänomen, dem Bewusstheitsgrad der SgS, der Spracherwerbsförderlichkeit der SgS sowie ihrer Vermittelbarkeit in der Lehrerbildung vorgestellt.
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