DeutschlehrerInnen im Spannungsfeld gesellschaftlicher Modernisierungsprozesse
Eine typologische Rekonstruktion individueller didaktischer Konzepte zur Entwicklung (kultur-)historischen Bewusstseins im Literaturunterricht
Abstract
Trotz der Konjunktur qualitativer LehrerInnenstudien in der Deutschdidaktik (Bräuer/Wieser 2015) ist zur Einstellung von LehrerInnen gegenüber den in gesetzlichen Rahmenbedingungen vorgegebenen Zielen und Kompetenzen bisher nur wenig gesagt worden. Der Beitrag geht daher anhand von Ausschnitten aus einer qualitativen LehrerInnenstudie (Führer 2013) der Frage nach, wie sich individuelle Orientierungen von Lehrenden im Rahmen gesellschaftlicher Wandlungen verändern können. Am Beispiel einer typologischen Rekonstruktion individueller didaktischer Konzepte zur Entwicklung (kultur-)historischen Bewusstseins im Literaturunterricht kann deutlich werden, dass und wie gesellschaftlich forcierte Paradigmenwechsel im Literaturunterricht durch Sozialisation, Biografie und Mentalität der Lehrenden geformt und verarbeitet werden. Damit unternimmt der Beitrag den Versuch, bisher dominierende struktur- und aktionstheoretische Ansätze sowie das ExpertInnen-Paradigma um einen Persönlichkeitsansatz in der deutschdidaktischen Forschung zum LehrerInnenberuf zu erweitern.
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