Literarisches Lernen als didaktischer Integrationsbegriff – Spinners „Elf Aspekte“ als Struktur- und Denkrahmen für weiterführende Modellierung(en)
Abstract
Kaspar H. Spinners „Elf Aspekte“ literarischen Lernens von 2006 sind eine hoch anschluss- und leistungsfähige Ausbuchstabierung literarischen Lernens. Sie stiften eine Einheit des Literaturunterrichts von der Primarstufe bis zur Sekundarstufe II, sie kombinieren text- und leserorientierte Anliegen, sie verfolgen eine Subjektorientierung auch unter den Vorzeichen der Kompetenzorientierung. Die didaktische Strukturierungskraft der „Elf Aspekte“ erweist sich exemplarisch in ihrem Bezug auf den jüngsten LehrplanPLUS für die bayerische Grundschule. Dabei treten jedoch auch Schwächen etwa in der Trennschärfe und in manchen Operatoren zutage. Die Bezüge der „Elf Aspekte“ zu weiteren Zielen des Literaturunterrichts, insbesondere Spinners „Zielsetzungen“ von 1999, werden in einem weiterführenden Modellvorschlag systematisiert, in dem „literarisches Lernen“ als umfassender didaktischer Integrationsbegriff fungiert.
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