Literalität und das gesellschaftlich handlungsfähige Subjekt in der posttypographischen Kultur
Abstract
Der Beitrag geht der Frage nach, welche Herausforderungen für die Schule und insbesondere für den Deutschunterricht entstehen, wenn die schrift- und buchkulturell geprägte Wissensrepräsentation und Wissenskommunikation der Gesellschaft ihre Hegemonie in einem veränderten medientechnischen, -kulturellen sowie symbolischen Umfeld zunehmend einbüßt. Für die Beantwortung dieser Frage werden eingangs drei zentrale Transformationsprozesse (Multimo-dalisierung, Digitalisierung, Verwissenschaftlichung/Entwissenschaftlichung) und ihre Konsequenzen für den Bereich der Wissenskommunikation diskutiert. Davon ausgehend werden unter Rückgriff auf das von Bettina Hurrelmann vorgeschlagene Konzept von Literalität, das sich an dem Ideal des von Habermas postulierten gesellschaftlichen handlungsfähigen Subjekts ausrichtet, eine Reformulierung und Aktualisierung der Bildungsziele des Faches Deutsch für eine posttypographische Kultur erörtert.
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Copyright (c) 2023 Felix Böhm, Olaf Gätje (Autor/in)

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