Die Bedingungen der Möglichkeiten literarischen Lernens – Anmerkungen zu Kaspar Spinners Thesen
Abstract
Spinners Argumentation geht von einem insgesamt zu schlichtem Gegensatz von literarischer Fiktionalität und Lebenswirklichkeit unabhängig von Texten und Medien aus. Die Bedingungen literarischen Lernens sind theoretisch und politisch nicht hinreichend geklärt und die avisierten Perspektiven einer didaktischen Ermöglichung nicht zulänglich erschlossen. Beachtet man demgegenüber die Wirklichkeit textueller Fiktionalität und die Realitätsmacht von Illusionen selbst, so sind literarische Texte nicht bloß als Reflexe von etwas und auf etwas zu lesen und literaturdidaktisch zu denken. Mein Beitrag beabsichtigt, mit dem weitgehend vernachlässigten und zu rehabilitierenden Begriff der Kritik eine wichtige Dimension und Qualität von Literatur anzusprechen und für den literaturdidaktischen Kontext zu reklamieren. Kritik hier als eine komplexe Möglichkeitsform des Unterscheidungs- und Urteilsvermögens anzusprechen heißt, dem literaturdidaktischen Diskurs erneut eine verblasste politisch-ethische Dimension erschließen zu wollen.
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