Merkmalslisten, Prototypen, Exemplare
Wege zur Didaktisierung von Gattungs- und Genrewissen
Abstract
Spinner hat zutreffend beschrieben, worin das Problem der „Gattungsdidaktik“ besteht. Der Erwerb von Gattungswissen hat Tradition im Literaturunterricht und ist gesellschaftlich akzeptiert. Textsortenmerkmale gelten neben Epochenmerkmalen und rhetorischen Figuren als fachspezifische Wissensbestände mit hohem Transferpotenzial. Dabei ist entscheidend, dass die Kenntnis und Nutzung von Textsortenmerkmalen allenfalls zur Identifikation einer Textsorte taugt bzw. zu deren Nachweis, aber wenig zum Verständnis der Texte beiträgt – bzw. erst dann wirksam wird, wenn der Text bereits verstanden ist. In dem folgenden Beitrag wird der Frage nachgegangen, was unter dem zu verstehen ist, was Spinner als „[p]rototypische Vorstellungen von Gattungen/Genres“ bezeichnet. Präziser: Wodurch unterscheiden sie sich von der Kenntnis und Nutzung von Merkmalskatalogen? Was leistet das Prototypenkonzept? Birgt es mehr Verstehenspotenzial als die Merkmalskataloge? Was macht prototypische Vorstellungen von Gattungen und Genres konkret aus? Wie gewinnt man solche Vorstellungen? Wie werden sie wirksam? Wie verhalten sich Prototypen zu Konzepten?
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