Die Präzisierung der Subjektivität beim literarischen Lernen
Abstract
In seinen Erläuterungen zum zweiten Aspekt des literarischen Lernens spricht Spinner vom „Spannungsverhältnis zwischen Subjektivität und Textbezug“ bzw. vom „Wechselspiel von Subjektivität und Textorientierung, das für literarisches Verstehen kennzeichnend“ sei (Spinner 2006, 8). Worin aber besteht dieses Spannungsverhältnis? Und warum ist es konstitutiv für das literarische Verstehen? Ich gehe diesen Fragen nach, indem ich die Subjektivität beim literarischen Lernen von ihrer sprachlichen Funktionsweise her zu verstehen suche. Dabei ergibt sich eine neue Perspektive auf die Sprachlichkeit des literarischen Lernens. Literarisches Lernen ist sprachliches Lernen in einem Sinne, der weitgehend außerhalb des Blickfeldes der Sprachdidaktik liegt, obwohl es dabei um Formen der sprachlichen Eigen- und Fremdwahrnehmung geht, ohne die kein sprachliches Miteinander denkbar ist. Dabei erweist sich literarisches Lernen als Labor sprachlicher Wahrnehmungs- und Gestaltungsweisen von Subjektivität, die im Umgang mit Literatur erfahren, erkundet und reflektiert werden können.
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