Literarische Mehrdeutigkeit.
Fünf Missverständnisse zu einem Topos der Literaturdidaktik
Abstract
Dass „Mehrdeutigkeit“ eine konstitutive Eigenschaft literarischer Texte ist, gehört zu den allgemein geteilten Überzeugungen der Literaturdidaktik. Gleichwohl wirft das Mehrdeutigkeitspostulat eine Reihe von Fragen auf und entpuppt sich bei näherer Betrachtung als durchaus fragwürdiges Konstrukt aus widersprüchlichen Annahmen, terminologischen Verwechslungen und theoretischen Konfusionen. Einige davon herauszuarbeiten ist das Anliegen dieses Beitrags. Er geht von der Hypothese aus, dass sich die Problematik des Mehrdeutigkeitspostulats in seiner Anwendung zeigt, also dort, wo es auf konkrete literarische Texte und die damit einhergehenden Verstehensprozesse bezogen wird. Den Zielpunkt meines Beitrags bildet die Frage nach der Ethik des Verstehens im Literaturunterricht, entwicklen möchte ich meine Überlegungen an einem Gedicht von Hilde Domin („Lektüre“) und anhand von Auszügen aus einem literarischen Gespräch, das Kinder aus einer vierten Grundschulklasse zu dem Text geführt haben.
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