Das „Anagramm-Training“

Ein exploratives Forschungsprojekt zur Verbesserung des sprachlichen Könnens

Autor/innen

  • Stephan Szubert Pädagogische Hochschule Heidelberg Autor/in

Abstract

Der Aufsatz berichtet über ein empirisches Forschungsprojekt, mit dem explorativ untersucht wurde, ob es für bestimmte Aspekte des sprachlichen Könnens förderlich ist, mit Grundschulkindern an in Textzusammenhänge eingebetteten „Anagramm-Sätzen“ (Sätzen, die in Wörter zergliedert sind und wieder zu sinnvollen Sätzen zusammengelegt werden müssen) zu arbeiten. Dazu wurde ein Trainingsprogramm entwickelt, bei dem die Schülerinnen und Schüler (N=13) in angeleiteten Kleingruppen Anagrammsätze legen und sich über Informationsstrukturen Gedanken machen mussten. Mit einem quasi-experimentellen Prä-Post-Design wurde getestet, ob die Probanden sich in ihrer Fähigkeit, eine Bewertung von Informationsstrukturen in einem narrativen Text abzugeben, und dem sogenannten prosodic parsing verbessern konnten. Zumindest im Bereich der Bewertung von Informationsstrukturen und möglicherweise auch beim prosodischen Segmentieren brachte das Training Verbesserungen hervor. Mit dem Forschungsprojekt sollten weitere Forschungsdesiderate und der potenzielle didaktische Nutzen der Behandlung von Informationsstrukturen in der Grundschule ausgelotet werden.

Literaturhinweise

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Veröffentlicht

2015-10-06

Zitationsvorschlag

Szubert, S. (2015). Das „Anagramm-Training“: Ein exploratives Forschungsprojekt zur Verbesserung des sprachlichen Könnens. Leseräume, 2, 212–226. https://chost53.zim.uni-wuppertal.de/index.php/lr/article/view/126