Musterbrüche im Kontext des Dialogs erkennen
Studierende hinterfragen gewohnte Gesprächsroutinen
Abstract
Die Unterrichtsforschung zeigt, dass Gespräche in der Schule selten dialogisch organisiert sind. Damit Studierende dialogische Gespräche mit Schüler*innen führen können, die auf gegenseitiges Verstehen und das Eröffnen von Gesprächsräumen ausgerichtet sind, ist elementar, dass sie selbst Erfahrungen mit dialogischen Gesprächsformen machen können. Im Mittelpunkt stehen dabei einerseits konzeptionelle Überlegungen zu Dialog-Seminaren, in denen Studierende im Hochschulkontext eigene Gesprächserfahrungen in Schule und Hochschule, aber auch im Alltag, reflektieren. Theoretischer Bezugspunkt ist dabei der Dialogbegriff des Quantenphysikers David Bohm. Andererseits wird die inhaltsanalytische Auswertung eines Online-Dialogs, der im Rahmen dieser Seminare entstanden ist, diskutiert. Gezeigt wird, dass die Erfahrungen mit dem Dialog bei den Studierenden dazu führen, vertraute Gesprächsroutinen zu hinterfragen. Dabei lassen sich Musterbrüche rekonstruieren, die sichtbar machen, wie grundlegend sich die Gesprächsform des Dialogs von dem unterscheiden, was Studierende in schulischen und universitären Gesprächen erleben.
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