Prosodische Aspekte des lauten Lesens
Abstract
Thema des Beitrags ist, wie LeserInnen einem Text beim leisen Lesen eine prosodische Struktur zuweisen. Er beginnt damit, dass ein Modell prosodischer Domänen (Ebenen) vorgestellt und eine Notation für die prosodische Realisierung von Gelesenem skizziert wird. In einem ersten Schritt wird demonstriert, wie die phonetisch realisierte Prosodie zur Disambiguierung von global ambigen Strukturen eingesetzt wird. Im zweiten Schritt wird der Schwerpunkt auf die syntaktischen und prosodischen Eigenschaften von lokal ambigen Sätzen (Garden-Path-Sätzen) gelegt. Zentral für die Zuweisung einer prosodischen Struktur beim Lesen ist das Konzept der ‚unmarkierten prosodischen Struktur‘, das abschließend expliziert und im Kontext eines Modells ausgearbeitet wird. Das Modell erklärt, warum Prosodie auch beim leisen Lesen eine Rolle spielt und welche Schwierigkeiten bei ihrer Verarbeitung auftreten können. Mögliche didaktische Konsequenzen werden abschließend erörtert.
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