Lautes Lesen – Was ist das und wozu dient es?
Abstract
Der Beitrag beschreibt lautes Lesen als eine soziale Praxis, die nur in ihrem jeweiligen kultu-rellen Kontext als solche identifizierbar ist. Eine langanhaltende Tradition des Deutschunterrichts hat versucht, eine Variante einer solchen Praxis, das klanggestaltende Lesen, in der Schule zu verankern. Stellt man die Veränderungen jugendlicher Lesegewohnheiten unter dem Einfluss des medialen Wandels in Rechnung, erscheint es kaum sinnvoll, an diese schulische Praxis lauten Lesens unbesehen anknüpfen zu wollen. In einer begrifflichen Analyse und unter Bezug auf aktuelle empirische Studien versucht der Beitrag aber zu zeigen, dass bleibende didaktischen Potentiale lauten Lesens unterschätzt werden, wenn man sich an der Vorstellung orientiert, dass lautes Lesen die Reproduktion eines im Text vordefinierten phonologischen Codes darstellt.
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