Sprachausbau durch literarisches Lernen?
Abstract
Im Unterschied zur Berufung auf das Erlernen einer „Bildungssprache“ eröffnet das Konzept des Sprachausbaus genetische Sichtweisen nicht nur auf einen literaten Sprachgebrauch zur Aneignung und Verarbeitung von Wissen, sondern auch auf die Schriftlichkeit von Literatur und die damit verbundenen Probleme der Gestaltung literarischer Texte. Soweit diese ausschließlich schriftsprachlich konstituiert sind, vermag ihre Lektüre implizit zum Erwerb eines literaten Sprachgebrauchs beizutragen. Voraussetzung dafür ist das Verfügen über Lesefähigkeiten, die nicht an komplexen sprachlichen Strukturen scheitern. Während die Didaktik sich vor allem auf „Lesestrategien“ stützt, die auf das Behalten und Verarbeiten des Gelesenen gerichtet sind, vernachlässigt sie die Weiterentwicklung von Anregungen zur Optimierung von Prozessen des verständigen Erlesens von Texten. Ein Vorschlag hierzu wird hier erneut zur Diskussion gestellt.
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