Ambiguität verhandeln.
Literatur-/Film(unterricht) im Licht gesellschaftlicher, kultureller und literarischer Mehrdeutigkeit
Abstract
Um literarische Mehrdeutigkeit im Kontext einer an Wissens- und Kompetenzerwerb orientierten Deutschdidaktik zu untersuchen, wird zunächst der dazu vorliegende Diskurs kurz umrissen und die Rede von der Mehrdeutigkeit als ihrerseits mehrdeutig erkannt. Dann werden Ambiguitätspotenziale für den Literatur-/Medienunterricht betrachtet und zusätzlich rezeptionsseitig verortet. An vier Beispielen für mehrdeutige poetische Rede und Erzählung, die an und seit der Jahrtausendwende datieren, werden auf beiden Seiten wichtige Formen und Probleme literarisch-medialer Ambiguität dargestellt. Fokussiert werden solche (buchliterarischen und filmischen) Werke, die nicht lediglich mehrdeutige Metaphern oder Figurenaussagen aufweisen, sondern im Ganzen ambig wirken. Abschließend plädiert der Beitrag für ein didaktisches Konzept des Aushandelns von Bedeutung im Literatur- und Filmunterricht auf der Basis der Annahme irreduzibler Mehrdeutigkeit.
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