Alltagssprache – Lyrische Sprache – Bildungssprache
Zur Bedeutung des Lyrischen für die Entwicklung von (Bildungs-)Sprachlichkeit
Abstract
Der vorliegende Beitrag diskutiert das Konstrukt „Bildungssprache“ aus literaturwissenschaftlicher und -didaktischer Perspektive vor dem Hintergrund theoretischer und empirischer Zugänge verschiedener Disziplinen – einschließlich ihrer linguistischen Bezugspunkte. Dabei erfolgt zunächst eine Konklusion bestehender Wissensbestände zu den typologisch eher kontrastiven Feldern „Alltagssprache“ und „Bildungssprache“, um daran anschließend formale und konzeptionelle Determinanten lyrischer Sprache im Hinblick auf Bildungssprachlichkeit zu beleuchten. Für die Konturierung von Bildungssprachlichkeit im Kontext lyrischer Sprache werden die im Fachdiskurs virulenten nähe- und distanzsprachlichen Merkmale abwägend hinzugezogen, bevor anschließend mögliche Differenzqualitäten der drei Sprachvarietäten vergleichend nachgezeichnet werden. Ziel des Beitrags ist es, das zunehmend in Vergessenheit geratene (bildungs)sprachliche Potenzial von literar-ästhetischer Sprache, in diesem Falle von Lyrik, für das sprachliche Lernen aufzuzeigen.
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