Literarische Erfahrung

Ästhetischer Modus und literarisches Lernen

Autor/innen

  • Nicola Mitterer Universität Klagenfurt Autor/in
  • Werner Wintersteiner Universität Klagenfurt Autor/in

Abstract

In diesem Beitrag untersuchen wir an anhand von Kaspar Spinners wirkungsmächtigem Essay die Aporien einer Literaturdidaktik, die sich mit dem Kompetenz-Paradigma zu arrangieren versucht. An Spinners wertvollem und reichhaltigem Text problematisieren wir die Form, die durch ihre fragmentierte Darstellung u.E. einem Unterricht Vorschub leistet, der statt auf das ästhetische Ganze auf isolierte literarische Techniken zielt. Dies illustrieren wir anhand eines Unterrichtsbeispiels, das sich ausdrücklich auf Spinner beruft. Wir plädieren hingegen für einen „ganzheitlichen“ Literaturunterricht, der den literarästhetischen Modus zur Voraussetzung hat, das heißt eine Lesehaltung, die ganz im Sinne Spinners das Wechselspiel von „subjektiver Involviertheit und genauer Wahrnehmung des Textes“ zulässt. So könnte literarische Erfahrung als „transaktionaler Prozess“ (Rosenblatt) wirksam werden.

Literaturhinweise

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Veröffentlicht

2015-10-06

Zitationsvorschlag

Mitterer, N., & Wintersteiner, W. (2015). Literarische Erfahrung: Ästhetischer Modus und literarisches Lernen. Leseräume, 2, 96–108. https://chost53.zim.uni-wuppertal.de/index.php/lr/article/view/118