„Hast du gerade Englisch geredet?“
Zur Praxis der Sprachgebote und -verbote in NRW-Vorbereitungsklassen
Abstract
Neu zugewanderte Schüler:innen werden nach wie vor als sogenannte Seiteneinsteiger:innen klassifiziert und in Vorbereitungsklassen an verschiedenen Schulformen getrennt unterrichtet. Das ethnographische Lehr- und Forschungsprojekt „Exklusive Beschulung als Vorbereitung auf die deutsche Schule? Ethnographische Feldstudien zur Sprachpolitik und Sprachpraxis in ‚Vorbereitungsklassen‘ in NRW“ untersucht Vorbereitungsklassen als Institution im Zusammenhang mit der Bildungs- und Sprachenpolitik in der deutschen Migrationsgesellschaft und mit besonderem Fokus auf die Rolle von Sprache(n) im Unterrichtsalltag unter der Leitfrage: Worauf bereiten Vorbereitungsklassen eigentlich vor? Der Beitrag analysiert Daten aus einer im Rahmen des Projektes durchgeführten Feldstudie an einem Gymnasium im Hinblick auf das dort herrschende Englischverbot. Dabei wird die Hypothese aufgestellt, dass der Unterricht in der ‚Vorbereitungsklasse‘ nicht auf die ‚Regelklasse‘ und den Fächerkanon, zu dem auch die Prestigesprache Englisch gehört, vorbereitet, sondern eher auf die Exklusion aus dem prestigeträchtigen deutschen Gymnasium.
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